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Das SHED-Projekt bietet Mikrohäuser in leer stehenden Londoner Immobilien an

Im Rahmen der Initiative "The SHED Project", die im neuesten Film aus unserer Videoserie "Dezeen x MINI Living" vorgestellt wird, werden in leer stehenden Gebäuden in ganz London eigenständige Mikrohäuser installiert.

Das Projekt sieht vor, dass die Immobilienverwaltungsfirma Lowe Guardians vorübergehend bezahlbaren Wohnraum für junge Fachkräfte in leer stehenden Objekten wie Lagerhäusern und Bürogebäuden schafft. Auf diese Weise trägt das Unternehmen auch dazu bei, diese Gebäude vor Hausbesetzungen, Vandalen und Verfall zu schützen.

Firmengründer Tim Lowe entwarf im Londoner Architekturbüro Studio Bark das Design für die DIY-Wohnmodule als Alternative zur Eigentumsvormundschaft, bei der die Menschen für das Wohnen in verlassenen Gebäuden nur sehr wenig Miete zahlen.

Er kam auf die Idee, nachdem er die oft schlechten Lebensbedingungen dieser Immobilien gesehen hatte.

"Die Realität war schon immer, dass es immer schwierig und zeitaufwändig war, große, offene Räume in private Räume für Wächter zu verwandeln", sagte Lowe.

Das SHED Micro Home ist so konzipiert, dass es mit einem Hammer und einem Bohrer in nur einem Tag leicht zusammengebaut werden kann. Es kann auch zerlegt, an einen anderen Ort transportiert und wieder aufgebaut werden.

Die Wände bestehen aus Smartply, einem Material, das aus einer Mischung aus orientierter Faserplatte und recyceltem Polyester besteht, und sind zur Wärme- und Schallisolierung mit Lammwolle isoliert.

Lowe Guardians behauptet, dass die Strukturen nur minimalen Bauschutt verursachen, da sie modular aufgebaut und für einen einfachen Transport ausgelegt sind.

Die Eigentumsvormundschaft wurde gedämpft, um die wachsende Zahl leerer Immobilien in Großbritannien in den Griff zu bekommen.

Laut neuen Regierungsangaben ist die Anzahl leerstehender Häuser auf dem höchsten Stand seit 20 Jahren, wobei der Grenfell Tower in Kensington & Chelsea die meisten leeren Häuser beherbergt.

Während Lowe Guardians klarstellt, dass sich das SHED-Projekt derzeit an junge Berufstätige und Kreative richtet, die einen schnellen und vorübergehenden Lebensstil pflegen, fügt sie hinzu, dass das Design in Zukunft zur Unterbringung von Obdachlosen und Flüchtlingen verwendet werden könnte.